Soziale Stadt

Das Programm „Soziale Stadt“ stellt Städtebaufinanzhilfen für Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf zur Verfügung. Es wurde 1999 als Gemeinschaftsinitiative des Bundes und der Länder ins Leben gerufen und ermöglicht mit einer engen Verknüpfung von baulichen und sozialen Maßnahmen städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, in Infrastrukturausstattung und in die Qualität des Wohnens. Ziel ist es, lebendige Nachbarschaften zu fördern, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und damit Generationengerechtigkeit und Familienfreundlichkeit im Quartier zu verbessern.

Gefördert werden Investitionen in Stadtteilzentren, Bürgerzentren, öffentliche Plätze und Freiräume sowie begleitende Maßnahmen. Quartiersmanagements und Stadtteilbüros vermitteln vor zwischen Bewohnern und Akteuren und übernehmen damit Schlüsselfunktionen im Stadtteil. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger nimmt in der Sozialen Stadt an wichtigen Stellenwert ein.

Maßnahmen im Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" seit 1999

2017 | Freiraumgestaltung Stadtrodaer Straße

Parallel zur Stadtrodaer Straße werden Wege neu geordnet, Plätze zum Aufenthalt geschaffen, Bänke und Kunstwerke wie die "Sich balgenden Boxer" neu aufgestellt sowie ein Spielplatz erneuert. Fußgänger und Radfahrer können sich nun gefahrloser begegnen. Beleuchtung sorgt in den Abend- und Morgenstunden für Sicherheit.

Kosten: inkl. Planung: 570.000 €

2016 | Stadtteileingang Lobeda-West

Mit der Erneuerung der Wegebeziehung nach Lobeda-West entlang des Radweges ist ein übersichtlicher Stadtteileingang für Radfahrer und Fußgänger entstanden, der an die bereits vor Jahren umgestaltete Saaleaue anschließt. Die Theobald-Renner-Straße führt als erste Fahrradstraße in Jena Richtung Saale. Der Bitumenbelag ist von einer Betonborte eingefasst, links stehen neu gepflanzte große Ahornbäume. Viel Unterbau war nötig, um die holperige Piste in den jetzigen Zustand zu verwandeln. Beim Bau fanden sich am alten Heizhaus Altlasten, die beseitigt werden mussten – eine kostspielige Angelegenheit. Dazu kam die  Verrohrung eines Regenwassersammlers und desBaches, der weiter unten in die Saale mündet. Dort ist ein kleiner Platz mit Bänken und schöner Bepflanzung entstanden.
Kosten: inkl. Planung:ca. 500.000 €

2005 | Sanierung & Freiraumgestaltung Ernst-Abbe-Bücherei/Musik-und Kunstschule

Die Außenstelle der Ernst-Abbe-Bibliothek sowie der Musik- und Kunstschule hatte vor der Umgestaltung gravierende Mängel und entsprach kaum noch den Anforderungen. Mit der Sanierung konnten die Räumlichkeiten erweitert werden, ein barrierefreier Zugang entstand und die Freiraum mit Spielplatz wurde neu konzipiert. Die Maßnahme war auch eine wichtiges politische Signal für den Erhalt der beiden Einrichtungen.

Kosten inkl. Planung: 1.361.610 €

2003 | Schulhofgestaltung Ernst-Haeckel-Gymnasium und 2. Förderzentrum

In Ergänzung der bereits erfolgten und bei den Bewohnern sehr positiv aufgenommenen Schulhofumgestaltung an der 8. Grund- und Regelschule war es dringend notwendig, auch den Schulhof des anschließenden Förderzentrums und Gymnasiums umzugestalten und für das Wohngebiet zu öffnen. Mit dem Bau wurde im Frühjahr 2003 begonnen. Bis Ende des Jahres wurde er abgeschlossen.

Kosten inkl. Planung: 1.337.250 €

2002 | Fußweggestaltung Karl-Marx-Allee

Mit der Neugestaltung des Geh- und Radweges wurde dem Bedürfnis nach Freizeit und Sport Rechnung getragen. Die mit der EXPO 200 begonnene Umgestaltung des Freiraums in Lobeda-West wurde damit fortgesetzt. Der Weg verbindet die Schulen und Sportstätten miteinander.

Kosten: 691.870 €

2000 | Skatepark Lobeda-West

Neben den üblichen Angeboten im Sport- und Spielbereich wurde von Jugendlichen der Wunsch nach einer Anlage für Skateboardfahrer, Inlineskater und „free-style“- Fahrräder geäußert. Eine umfangreiche Nutzer- und Bewohnerbeteiligung sollte die Akzeptanz der Anlage sichern. Bei der Auswahl der Skateelemente arbeiteten die Kinder und Jugendlichen intensiv mit. Der Bau wurde 2000 realisiert.

Kosten: 282.380 €