Oberbürgermeister antwortet auf Fragen
In der Ortsteilratssitzung vom Januar war Oberbürgermeister Dr. Thomas Nietzsche zu Gast. Fragen, die nicht sofort beantwortet werden konnten, wurden an die Fachressorts weitergeleitet und die Antworten zusammengefasst: Wir veröffentlichen diese in gekürzter Form. Die Themen, die den KSJ betreffen, werden in der OTR-Sitzung am 18. März von deren Vertretern direkt beantwortet.
- Steine am "Mount Lobeda" (potenzielle Gefahrenquelle bei bspw. wintersportlichen Aktivitäten) beräumen: sie haben weder eine schützende Wirkung, noch stellen sie einen gestalterischen Höhepunkt dar. Der OB hat den KSJ mit der Entfernung der Steine beauftragt.
- Taktung Bahnen am Göschwitzer Bahnhof: das Fahrplanangebot am Bahnhof Göschwitz entspricht den Vorgaben des Nahverkehrsplans der Stadt Jena. Zur Hauptverkehrszeit bedienen die Straßenbahn-Linien 3, 4 und 5 den Bahnhof alle 20 Minuten. Am Bahnhof Göschwitz kommen Züge an und fahren ab aus und in diverse Richtungen: Erfurt/Weimar, Naumburg, Gera und Saalfeld/Kahla. Ein aus den o. g. Gründen getakteter Straßenbahn-Fahrplan kann nicht zu allen Tageszeiten auf alle denkbaren Zuganschlüsse (Ankünfte und Abfahrten!) ausgerichtet werden. Ein dem Nahverkehr bekannt gewordener Anschlusswunsch zur Straßenbahn-Linie 3 von am Bahnhof Göschwitz ankommenden Zügen um kurz nach 05:00 Uhr wird seit 23.02.2026 durch Anpassung des Fahrplans der Straßenbahn-Linie 3 erfüllt. Zu dieser Zeit fährt die Straßenbahn-Linie 3 nur alle 30 Minuten, so dass hier eine Anpassung möglich ist.
- Ampelkreuzung Allendeplatz/ Klinikum (Rechtsabbieger übersehen Fußgänger): Normale Rechts-Abbiegesituation, bei der die Fußgänger beachtet werden müssen. Dafür gibt es nach STVO kein gesondertes Verkehrszeichen; auch zusätzliche Textbeschilderung oder Gelb-Blinker mit FG-Symbol sind unüblich und würden wahrscheinlich nicht für mehr Sicherheit sorgen. Außerdem sollte Übersignalisierung vermieden werden.
- Ampelschaltung Kreuzung Karl-Marx-Allee/Matthias-Domaschk-Straße: lange Wartezeiten für Fußgänger: Aufgrund der an uns herangetragenen und nachvollziehbaren Beschwerden werden wir uns mit der Ampellogik jetzt noch einmal intensiv auseinandersetzen und nach Möglichkeiten suchen. Es sind keine Wunder zu erwarten.
- „Angsträume” (zwischen KuBuS und Schwimmhalle sowie "Problemlage Nazi-Musik am Allendeplatz): die Polizei war im April 2025 selbst im Ortsteilrat, dort wurde dieses Thema nicht angesprochen. Wir haben in Neulobeda ein Kriminalitätsaufkommen, welches sich nicht von dem anderer Stadtteile unterscheidet. Dennoch nimmt Polizei die Information aus dem OTR zum Anlass, verstärkt in Neulobeda polizeiliche Präsenz zu zeigen.
- Fahrradgaragen: mehr Angebote durch Wohnungsunternehmen, v.a. jenawohnen: Grundsätzlich orientiert sich jenawohnen bei Neubau wie auch bei Sanierungsvorhaben an der jeweils geltenden Stellplatzsatzung der Stadt, da diese aus unserer Sicht den realistischen Bedarf gut abbildet. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt projektbezogen und stets im Spannungsfeld von Flächenverfügbarkeit, Zugänglichkeit, Nutzbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Im aktuell in Planung befindlichen Vorhaben (Theobald-Renner-Straße) sind nach dem derzeitigen Stand 283 Fahrradstellplätze im Keller (Zugang über die Tiefgarage) sowie 72 oberirdische Stellplätze vorgesehen.
- Lautstärke Rettungsdienste: die Stadtlautstärke der Rettungsdienste ist die lautere, auf dem Land wird eine leisere verwendet. Darüber hinaus wurde dem OB versichert, dass kein Rettungsdienst das Signal freiwillig lauter als nötig stellt.
- Herumstehende E-Roller: herumstehende E-Roller sind im Beirat für Menschen mit Behinderung bereits Thema. Es sind weitere Abstimmungstermine zwischen dem FD Mobilität und dem Betreiber geplant, um für das Problem zu sensibilisieren. Nach jeder Fahrt ist ein Foto vom Abstellort zu posten, sodass das wilde Abstellen eingeschränkt wird.
- Zeitschiene Goldbergtunnel: eine Gefährdungslage ist aufgrund der eingezogenen Stützjoche im Goldbergtunnel nicht mehr gegeben. Eine Priorisierung von Bauprojekten erfolgt aktuell, auch im Rahmen der Haushalts- und Investionsplanung der Stadt und ihrer Eigenbetriebe, sodass aktuell keine konkrete Zeitschiene benannt werden kann. Ein Neubau des Tunnels müsste nach neuen Standards erfolgen. Baukosten hierfür ca. 4 Mio. EUR, mögliche Fördermittel wären aufgrund der Baumaßnahmen im Norden nur schwer für Jena einzuwerben, auch wenn das Vorhaben an sich förderfähig ist.
Der ausführliche Antwortbrief kann bei Ortsteilbürgermeister Volker Blumentritt eingesehen werden.
